IN - Informationselektroniker:in

Als Informationselektroniker installierst, konfigurierst und wartest Du moderne Informations- und Kommunikationssysteme – von Netzwerken und Telekommunikationsanlagen über Multimediatechnik bis hin zu Brand- und Gefahrenmeldeanlagen. Du analysierst Störungen, behebst Fehler und berätst Deine Kunden. Dieser abwechslungsreiche Beruf entwickelt sich ständig weiter und bietet hervorragende Zukunftsperspektiven.

Auf einen Blick

Beruf im Dualen System (Ausbildung im Betrieb, Berufsschule)

3,5 Jahre

1. Teil der Abschlussprüfung nach 1,5 Jahren,
2. Teil der Abschlussprüfung am Ausbildungsende (gestreckte Abschlussprüfung)

Der Schulbesuch erfolgt im Wochenrhythmus:

  • 1. Ausbildungsjahr: Mo. und Di.
  • 2. Ausbildungsjahr: Mi.
  • 3. Ausbildungsjahr: Do.
  • 4. Ausbildungsjahr: Fr.
Aufnahmevoraussetzungen

Empfehlenswert für die Ausbildung ist ein Realschulabschluss mit guten Leistungen in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern. Interesse an moderner Informations- und Kommunikationstechnik sowie technisches Verständnis erleichtern den Einstieg zusätzlich. Damit kannst Du Dich bei einem Ausbildungsbetrieb bewerben. Welche Betriebe diesen Beruf ausbilden, kannst Du unter anderem bei der Handwerkskammer erfragen.

Hast Du mit einem Betrieb einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen, kannst Du Dich über das Online-Anmelde-Portal bei der Heinrich-Büssing-Schule anmelden.

Bildungsinhalte

Informationselektroniker:innen planen, installieren, konfigurieren und warten moderne Informations- und Kommunikationssysteme. Je nach Ausbildungsbetrieb erfolgt die Spezialisierung in einem der folgenden Einsatzgebiete, in dem auch die Abschlussprüfung Teil 2 durchgeführt wird:

  • Geräte-, Informations- und Bürosystemtechnik
    Planung, Installation und Wartung moderner IT-, Büro- und Multimediasysteme, beispielsweise
    • Netzwerktechnik
    • PC-Technik
    • Drucker, Kopierer, Scanner
    • Speichertechnologien (NAS, Cloud, u.a.)
  • Sende-, Empfangs- und Breitbandtechnik
    Installation und Inbetriebnahme moderner Kommunikations- und Übertragungssysteme, beispielsweise
    • Satellitenempfangstechnik (Antennen, Receiver, Anschluss- und Messtechnik)
    • Breitbandkommunikationsanlagen
    • Übertragungstechnik (Modulationsarten, Glasfaser, u.a.)
    • Multimedia (Hifi, Audio, Video, u.a.)
  • Brandschutz- und Gefahrenmeldeanlagen
    Planung, Installation und Wartung sicherheitstechnischer Systeme zum Schutz von Menschen und Gebäuden, beispielsweise
    • Brandmeldeanlagen
    • Gefahrenmeldeanlagen
    • Sicherheitssysteme
    • Videoüberwachungsanlagen
  • Telekommunikationstechnik
    Aufbau und Betreuung moderner Sprach- und Datennetze, beispielsweise
    • Telefone, Mobiltelefone
    • Übertragungstechniken (DECT, VoIP, usw.)
    • Telefonanlagen
    • Internetanschluss

Neben den praktischen Ausbildungsinhalten werden in der Berufsschule die Grundlagen der Elektro- und Informationstechnik vermittelt. Eigeninitiative, Engagement und die Bereitschaft zum selbstständigen Lernen sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss. 

Abschlussmöglichkeiten

Mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung

  • erlangst Du den anerkannten Berufsabschluss als Informationselektroniker:in (Geselle).
  • erfüllst Du die Voraussetzungen für die Tätigkeit als Elektrofachkraft
Nach der Ausbildung

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung stehen Dir zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung offen.

Nach mindestens einjähriger Berufstätigkeit kannst Du eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker beginnen. 

Auch eine Weiterbildung zum Informationstechnikermeister ist möglich. In Niedersachsen bietet das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik solche Lehrgänge an.

Wenn vor der Ausbildung der schulische Teil der Fachhochschulreife erreicht worden ist, wird mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung die volle Fachhochschulreife erreicht.

Sollte vor der Ausbildung sogar noch das Abitur erreicht worden sein, so besteht auch die Möglichkeit an einer Fachhochschule oder der Universität zu studieren.